Vorträge von Lab X-perience Hagenberg!

Seit vielen Jahren bietet die FH OÖ / Hagenberg Fachvorträge aus den Bereichen Medizin- und Bioinformatik in der Dauer von 1-2 Unterrichtseinheiten an.
Der Vortrag kann im Rahmen des Schulunterrichts abgehalten werden. Unser Besuch an der Schule ist kostenlos.


  • Medikamentenentwicklung einst und jetzt: Vor Jahrhunderten waren es die Klostergärten und "Kräuterweiblein", die den Kranken Linderung versprachen. Sie wussten, dass eine bestimmte Pflanze wirkt, kannten jedoch weder den genauen Wirkstoff und schon gar nicht den Mechanismus der Heilung. Später wurden die Bestandteile von Chemikern isoliert und konnten in Folge künstlich hergestellt werden. Die Entwicklung eines neuen Medikamentes dauert 10-15 Jahre und kostet rund eine Milliarde Euro. Gerade ein einziges von 5.000 wird von der Arzneimittelbehörde zugelassen. Deshalb ist man auf der Suche nach neuen Möglichkeiten einer schnelleren und billigeren Entwicklung. Der Computer hilft dabei.
  • Individuelle Medizin: Die moderne Medizin steht heute vor zwei großen Problemen: Einerseits wird sie immer kostenintensiver, andererseits wirken manche Medikationen bei bestimmten Patienten nicht, während andere Personen sehr gut auf eine Therapie ansprechen. Wir verstehen zunehmend besser die genetischen Ursachen. Im Bestreben beide Probleme zu lösen, setzt man zunehmend auf eine individualisierte Medizin. Der Studiengang Medizin- und Bioinformatik der FH in Hagenberg arbeitet an der Lösung solcher Probleme und stellt in diesem Vortrag die grundlegenden Mechanismen einer individuellen Medizin vor.
  • Evolution und Genetik: Die beiden Wissenschaftsbereiche Evolution und Genetik fließen zusammen in der Populationsgenetik. In diesem Vortrag wird diese Schnittstelle erläutert. Mit Hilfe von Computerprogrammen können die genetischen Vorgänge, die zu Evolution führen, simuliert werden.
  • Krebs - Entstehung, Diagnose und Therapie: Krebs ist sehr vielschichtige Erkrankung. In den letzten Jahren hat die Forschung gewaltige Fortschritte gemacht, sodass einige Krebsarten gut behandelbar sind. Doch Krebs ist nicht gleich Krebs und der Kampf der Forscher noch lange nicht zu Ende.
  • Proteine - die Maschinen in unserem Körper
  • Was wir von der Evolution lernen können - Einsatz evolutionärer Algorithmen zur Datenanalyse: In der Analyse von biologischen Systemen ist das Ziel in vielen Fällen, Modelle zu erstellen, welche verwendet werden können, um diese Systeme zu simulieren. Dies setzt natürlich ein hohes Maß an Verständnis und Vorwissen voraus. Oft fehlt jedoch ein das nötige Wissen, um entsprechende Modelle zu identifizieren, sodass wir auf die Analyse von Experimentdaten angewiesen sind. Die genetische Programmierung ist eine Technik, welche uns erlaubt, ohne exaktes Wissen unter Verwendung evolutionärer Mechanismen (Selektion, Kreuzung, Mutation) solche Modelle zu erstellen.
  • Simulation der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten (auch als Workshop möglich): In diesem Vortrag / Workshop wird gezeigt, wie man mit einfachen Methoden der Informatik die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten modellieren und simulieren kann. Die Mitglieder einer Population werden einzeln als Agenten modelliert und in Gesunde, Infizierte und Resistente eingeteilt; die Ausbreitung der Krankheit geschieht durch Übertragung von Kranken auf Gesunde, und alle Kranken werden nach einer gewissen Zeit wieder geheilt. Wir modellieren und simulieren dieses Szenario in AnyLogic und sehen dabei (in Abhängigkeit von Ansteckungs- und Heilungsparametern), wie groß der Anteil der Bevölkerung ist, der von der Krankheit betroffen wird und wie lange es dauert, eine Krankheit auszurotten. Weiters sehen wir, welche Gegenmaßnahmen wie schnell zur Eindämmung und Ausrottung der Krankheit führen können.
  • Killerviren oder doch nur Schnupfen? Grippeviren und ihr Gefahrenpotential: Die Gefahr einer neuen Influenza-Pandemie ist - obwohl in den Medien heuer weniger darüber berichtet wird - nach wie vor sehr groß. In diesem Vortrag des Studiengangs Bioinformatik der FH in Hagenberg werden die biologischen Grundlagen der Entstehung eines neuen Grippe-Virus besprochen. Wie groß die Gefahr einer weltweiten Ausbreitung ist, wie man diese prognostizieren kann und welche Möglichkeiten es daher für eine Eindämmung gibt, wird im zweiten Teil erläutert.

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